Kids: Die schöne Sache mit dem “Abgewöhnen”

Kids: Die schöne Sache mit dem “Abgewöhnen”

Einige von Euch fragten nach, wie es denn mit unserer nächtlichen Milchabgewöhnung läuft.
Sagen wir so, der Prozess ist noch nicht abgeschlossen aber wir sind auf einem guten Weg. Ich werd Euch nun mal ein kleines Update geben.

Der Grund warum wir überhaupt Abstand von der nächtlichen Milch nehmen wollten war folgender: Lotta schlief bis sie 1 1/2 war, wunderbar durch. Plötzlich fing es an, dass sie 1-3 mal Nachts wach wurde und ihre Milch wollte.

Grundsätzlich sind wir hier überzeugte “das Kind wird uns schon zeigen wann es für XY bereit ist” (XY= Töpfchen, Sitzen, Laufen, etc. pp). Eine Bremse ziehen wir aber dann, wenn es a.) um Schnuller geht, die schlecht für das Gebiss sind und b.) wenn wir morgens einfach nur noch hundemüde sind und die Kleine ihr Frühstück verweigert weil sie noch satt von der ganzen Milch ist.
Schnuller im Babyalter finde ich vollkommen in Ordnung aber wenn es in die Richtungen geht, dass manche Kinder kaum sprechen weil sie ständig einen Schnuller im Mund haben oder eben dass dadurch Probleme im Gebiss entstehen könnten, ist es Zeit Good Bye zu sagen, zumindest für uns.

Als nächstes steht und stand für uns aber schon immer fest, dass die harte Methode (schreien lassen), keine Methode ist.
Wir suchten also immer nach einem Weg, bei dem sie verstand worum es ging und was passierte.
Den Schnuller verabschiedeten wir letzten Sommer bei einer “Seebestattung” auf einem schwedischen See. Wir schnappten uns zwei/drei Schnuller, fuhren mit Lotta, Watson und einem Bötchen raus und erklärten ihr, dass sie ja nun groß sei und einen Schnuller doch sicher nicht mehr brauche. Sie verstand in dem Alter was wir sagten und redete mit uns auch darüber, soweit sie das schon konnte. Wir warfen anschließend, gemeinsam mit ihr, die Schnuller über Board und schauten zu, wie sie davon trieben.

Ab dem Zeitpunkt war das Thema Schnuller erledigt. Wenn sie später hier Zuhause noch einen fand, nahm sie ihn gar nicht mehr in den Mund sondern gab sich damit zufrieden, dass das Baby (Danke an dieser Stelle an Corinnas Krümel, er rettet uns bei so Erklärungen immer wieder) ihn nun bekommen würde da er ja noch kleiner sei als sie selbst.

Nun hab ich aber wieder ausgeholt. Wie dem auch sei, auf diese Art und Weise, wollten wir es auch mit der nächtlichen Milch in Angriff nehmen.
Dass sie Abends direkt vor dem Schlafen ihre Milch bekommt, ist für uns vollkommen ok. Danach werden die Zähne geputzt und sie isst vorher anständig, ansonsten gibt es keine Milch (aber viel Theater).
Die ersten Nächte wachte sie natürlich auf und bat um ihre Milch. Es gab dicke Tränen als wir ihr erklärten dass sie doch nun groß sei und keine Milch mehr brauche. “Jaa Baby Milch, Lotta Wasser” schluchzte sie und es fiel ihr schon schwer, so ist es nicht. Sie verstand es zwar aber wollte doch liebend gerne ihre warme Milch.
Wir hielten uns in den ersten zwei Nächten doch einige Zeit in ihrem Zimmer auf, kuschelten viel mit ihr, schauten Bücher.
Lenkten sie positiv ab bis sie das Milchthema wieder halbwegs vergessen hatte.
Als wir drei Nächte durch hatten und sie zwar aufwachte aber von alleine wieder einschlief, bekamen wir Besuch von Mr. Magen-Darm. Vielen Dank auch.
Tagsüber trank sie so gut wie gar nichts und aß auch kaum. Wir waren in der Zeit also sogar froh wenn sie Nachts nach Milch fragte da es fast die einzige Möglichkeit war, Flüssigkeit in sie reinzubekommen.
Sie bekam für die Dauer der Krankheit also Nachts wieder Flaschen mit viiiiel Wasser und gerade so viel Milch, dass es nach Milch schmeckte.

Als sie wieder gesund war, fingen wir von vorne an. Es brauchte wieder 2/3 Nächte bis wir gestrige Nacht, alle Drei, komplett durchschliefen. Kein Nachfragen, keine Erklärungen. Einfach nur stundenlanger Schlaf. Ein Traum.
Morgens ist sie immer unglaublich stolz, dass sie die letzte Nacht keine Milch getrunken hat denn sie ist ja schon “sweiiii” und kein Baby mehr 😉
Über den Berg sind wir denke ich aber noch nicht. Ich gehe davon aus, dass wir sicherlich noch eine Woche brauchen, in der es mal gute und mal weniger gute Nächte gibt.

So sieht also unser Weg zum Ziel aus. Es gibt wie bei den meisten Kinderthemen, zahlreiche Wege und jede Familienkonstellation muss ihren passenden Weg finden.

 

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Comments
  • Marie25 Januar 2014
    Antworten

    Süß die Geschichte mit dem Schnuller 🙂 Meine Mama sagt, so ähnlich hat sie das mit mir auch gemacht. Sie hat dann irgendwann keine neuen mehr gekauft und wenn einer kaputt war hat sie ihn mit mir zusammen weggeschmissen und mir erklärt, dass er ja kaputt ist. Und wenn ich dann doch nochmal nachgefragt hatte, hat sie mir gesagt, dass wir den Schnuller doch zusammen weggeschmissen haben, und dann war gut sagt sie 😀

  • Sandri25 Januar 2014
    Antworten

    Ich habe zwar selbst noch keine Kinder, musste aber an meine Kindheit denken. Ich war ein Schnuller-Suchti und hatte sie fast bis ich 3 wurde. Meine Eltern konnten sie mir einfach nicht abgewöhnen. Ähnlich wie bei euch, bastelten sie einen Tages ein großes Papierboot, auf das alle meine Schnuller kamen und ein brennendes Teelicht. Dann gingen wir zu dem naheliegenden Fluss und nahmen Abschied. Im Haushalt gab es keinerlei Schnuller mehr und ich wusste, dass es nun vorbei ist ^^… ich dachte immer, auf sowas kommen nur meine Eltern 😀 aber gibt es wohl öfters! Auf jeden Fall tolle Idee :D!

  • Fabuliz25 Januar 2014
    Antworten

    Ich habe noch keine Kinder, aber man kann ja nicht früh genug Erfahrungsberichte lesen 😉

    Alles Liebe
    Liz

  • Katrin27 Januar 2014
    Antworten

    Schoen, dass das Abgewoehnen doch recht einfach ging/geht.
    Die Idee mit dem Schnuller ist super. Das ist hier das rote Tuch, mittlerweile aber ausschliesslich beim Schlafen – aber mir ist das Ding ein gewaltiger Dorn im Auge.
    Wir haben jetzt abgesprochen, dass der Osterhase die Schnullis an andere Kinder verteilen wird. Allerdings ist dann hier gerade Nr. 2 auf der Welt, das ist dann vielleicht auch wieder der falsche Zeitpunkt….

  • Adriana31 Januar 2014
    Antworten

    Oh wie schön ihr das macht. Ich selbst habe "noch" keine Kinder, aber ich lese gerne viel darüber. Und ich finde die Idee mit dem Schuller verabschieden soooo schön, die werde ich mir ganz sicher merken. Danke 🙂

    LG Adriana

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